Azubimarketing über Youtube

YouTube ist in unserem Leben allgegenwärtig und aus diesem nicht mehr wegzudenken. Nahezu täglich nutzen wir mittlerweile die Webseite für die verschiedensten Dinge. YouTube hat sich von einem Archiv aus kleinen Heimvideos und privaten Vlogs zu einer vollwertigen Video-on-Demand-Plattform entwickelt, welche dem klassischen TV in nichts mehr nachsteht. Auch im Ausbildungsmarketing lässt sich YouTube sehr gut einsetzen.

Gerade junge Altersgruppen von 14-22 Jahren haben sich in dem Netzwerk ihre ganz eigene mediale Infrastruktur mit eigenen Formaten und Persönlichkeiten wie Lefloid, Gronkh und Co. geschaffen. So liegt es auf der Hand, dass immer mehr Unternehmen an der Bewerbung Ihrer Ausbildungsstellen über die Plattform YouTube interessiert sind.

Aber wie funktioniert Werbung auf YouTube eigentlich und wie nutze ich es optimal in meinem Marketing-Mix, um engagierte und motivierte Jugendliche auf meine Ausbildungsstellen aufmerksam zu machen?

 

Welche Möglichkeiten gibt auf Youtube zu werben?

 

Die Preroll

Die Preroll ist ein kurzer Werbeclip der vor dem Abspielen eines Videos gezeigt wird. Dem Benutzer wird in der Regel nach 5-10 Sekunden die Möglichkeit gegeben zu entscheiden, ob er die Preroll fertig schauen oder überspringen möchte.

Im Durchschnitt liegt die Länge einer Preroll zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten, es gibt jedoch längere Werbevideos von bis zu 10 Minuten.

 

Vorteil: Sehr präsent und auffallend, und somit in der Regel effektiver

Nachteil: Hohe Investitionskosten aufgrund von Videoproduktion

 

Display Ads

Display Ads sind kleine statische Werbebanner, die rechts neben einem YouTube-Video über den Videoempfehlungen oder im unteren Videobereich im Video selber angezeigt werden.

 

Vorteil: Optimal für Split-Tests, geringe Einstiegskosten

Nachteil: Werden oft von den Usern ignoriert und haben daher in der Regel eine schlechtere CTR (Click-Through-Rate), als ihre audio-visuellen Geschwister

 

Eigener Channel

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit einen eigenen YouTube-Channel aufzusetzen und zu versuchen, diesen mit eigenen Videos zu entwickeln.

 

Durch das kontinuierliche Verbreiten von gutem Content kann so durchaus effektiv ein großer Teil der eigenen Zielgruppe angesprochen werden.

 

Vorteil: Viel Platz für Kreativität und Freiheit. Da Sie Ihre eigenen Videos produzieren, haben Sie, im Gegensatz zu den Preroll-Ads, komplette Kontrolle über deren die Länge und den Inhalt. Ein umfangreiches Firmenportrait oder ein Rundgang durch die firmeneigenen Abteilungen, um den potentiellen Auszubildenden Ihr Unternehmen nahezubringen, ist hiermit kein Problem.

Nachteil: Hohe Investitionskosten und Erfolg nur bei langfristig angelegten Kampagnen

 

Sponsored Content

Die Königsklasse im YouTube-Marketing ist der Sponsored Content. Unter Sponsered Content versteht man, wenn ein Unternehmen einen „YouTuber“ dafür bezahlt, dessen Produkt oder Dienstleistung vorzustellen, beziehungsweise zu empfehlen. Dies geschieht zumeist in Form eines eigenen vom „YouTuber“ angefertigten Videos. Es ist allerdings auch üblich, die Werbenachricht an das Ende eines normalen Videos anzuhängen.

 

Vorteil: Vermittlung der Werbenachricht durch eine für die Zielgruppe vertraute Persönlichkeit, daher in der Regel sehr effektiv.

Nachteil: Sponsored Content ist nach wie vor ein heikles Thema in der YouTube-Community, da es oft mit Schleichwerbung verglichen wird. Es sollte daher nur von Experten betrieben werden, die Erfahrung mit der Plattform haben.

 

Welche Vorteile und Nachteile hat Werbung auf YouTube?

Der wohl größte Vorteil von Werbung auf YouTube ist die Messbarkeit. Sie können mit einfachsten Mitteln feststellen –beispielsweise durch das Messen von Konversionen über abgegebene Bewerbungen – wie erfolgreich Ihre Werbekampagne ist. Dies steht im klaren Kontrast zu den klassischen Werbemethoden.

 

Des Weiteren positiv ist, dass man beim Aufsetzen einer Kampagne auf YouTube klar definieren kann, welche Zielgruppe man ansprechen möchte. Neben der Auswahl der relevanten Altersgruppen ist es so auch möglich Interessen durch Angabe von Keywords festzulegen. Auf diesen Weg kann beispielsweise ein Automobilbetrieb ganz klar Jugendliche ansprechen, die Interesse an Videos mit dem Inhalt „Auto“ haben.

 

Doch es gibt auch hier, wie bei anderen Werbeformen, die berühmte Kehrseite der Medaille. Wer keine Erfahrung mit dieser Art von Werbung hat und auf eine Betreuung einer spezialisierten Agentur verzichtet, kann schnell hohe Verluste, aufgrund von ineffektiven Kampagnen einfahren.

 

Abschließend bleibt zu sagen, dass YouTube einer der besten Möglichkeiten ist, junge ausbildungsinteressierte Menschen anzuwerben. Wer weiß wie, kann auf YouTube mit moderaten Kosten viele relevante Personen aus der eigenen Zielgruppe erreichen.