kreativagentur

Die immer wieder gern gestellte Frage: Wie unterscheide ich eine schlechte von einer guten Kreativagentur? Ich versuche heute zu erklären, wie eine solche Agentur arbeitet und was man im Employer Branding besonders beachten muss.

So ein bisschen Werbung – dafür haben wir ja unsere Marketing- und PR-Experten im Haus. So denken viele Arbeitgeber und unterschätzen dabei, dass es sich bei besagten Fachkräften meist um eine wenige Männer oder Frauen starke Truppe handelt. Ihnen gegenüber stehen zig Kanäle, auf denen sich werben lässt:

 

  • Soziale Medien
  • Internetseiten
  • Fernsehen
  • Radio
  • TV
  • Print


Die Bedeutung einer Kreativagentur für Marketingabteilungen

Um hierüber eine Zielgruppe passgenau zu erreichen, die angesprochen werden soll, muss das hauseigene Kreativteam zunächst wissen, welche Personen, in welchem Alter und mit welchem demographischen Hintergrund angesprochen werden sollen. Dann gilt es zu eruieren, auf welchen Kanälen sie sich tummeln. Das kann höchst unterschiedlich sein.

Während sich ganz junge Menschen zum Beispiel eher auf Youtube und Pinterest versammeln, erreicht man die mittleren Generationen eher über Facebook oder Internetbanner auf einschlägigen Partnerseiten und die ältere Generation fühlt sich eher über Fernseh-, Radio- und Printwerbung angesprochen.

 

Kreativagenturen unterstützen bei der Kreation von Marketingkampagnen

Sind Zielgruppen und Kanäle ausgemacht, müssen die richtigen Kampagnen entwickelt werden. Spots für Fernsehen und Radio, Videocontent für die sozialen Medien, Banner für Online-Werbung, Bilder, Creatives, Blogartikel und, und, und. Spätestens hier sollte klar sein: Das schaffen die drei, vier Mann im Marketing nicht allein.

 

Unterstützung erhalten sie von einer Kreativagentur, die die hauseigene Manpower bei Bedarf ergänzt. Sie hilft auf Wunsch bei folgenden Aufgaben:

  • Zielgruppenanalyse
  • Auswahl der passenden Werbekanäle
  • Entwicklung passgenauer Werbebotschaften
  • Umsetzung der Werbemaßnahmen
  • Verhandlung mit Werbepartnern

 

Unbezahlbar: Die Manpower einer Kreativagentur

Der Vorteil: Mit der richtigen Kreativagentur an der Seite kaufen sich Arbeitgeber ein ergänzendes Rundum-Sorglos-Werbeteam ein, das über eine Reihe an Werbeexperten verfügt, die für jeden Kanal die passenden Botschaften in Wort, Bild, Schrift, Ton und Bewegtbild kreieren können. Außerdem unterstützen sie beim Streuen und Auswerten einer Werbekampagne.

 

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Texter
  • Videoprofis
  • Designer
  • Mediendesigner
  • Fotografen
  • Social Media Experten
  • SEO-Experten
  • SEM-Experten
  • Performance-Marketing-Experten
  • Experten zum Aufbau einer Marke

 

Wie läuft der Prozess mit einer Kreativagentur ab?

In Abstimmung mit dem Kreativteam aus dem eigenen Haus entwerfen sie passgenaue Botschaften, die einerseits zum Auftrag gebenden Unternehmen passen und andererseits zu der Zielgruppe, die erreicht werden soll.

Übrigens gibt es Kreativagenturen, die sich auf völlig unterschiedliche Sparten spezialisiert haben. Das zu wissen, ist bei der Auswahl wichtig. Denn wer zum Beispiel seiner Empoyer Brand einen neuen Anstrich verpassen will, wird wenig Glück haben mit einer Agentur, die sich vor allem mit der Elektrobranche auskennt. Engagieren Unternehmen diese dennoch, ist die Gefahr groß, eine Bauchlandung mit den gemeinsamen Werbemaßnahmen zu machen: Man spricht einfach nicht die gleiche Sprache.

 

Auftraggeber und Kreativagentur sollten die gleiche Sprache sprechen

Doch genau das ist wichtig. Jeder, der seine Botschaft an den Mann oder die Frau bringen will, muss das Vertrauen seiner Peer-Group gewinnen – und das zu 100 Prozent. Dazu muss er authentisch und natürlich kommunizieren. Diesem Ziel sollte sich eine Kreativagentur verschreiben. Gerade beim Aufbau einer Arbeitgebermarke ist das das A und O. Denn Bewerber wollen zum Beispiel auf der Karriereseite kein geschöntes Marketing-Blabla lesen, sondern handfeste Fakten zu den folgenden Themen:

 

  • Hierarchien
  • Home-Office
  • Sichere Arbeitsplätze
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Wertschätzung der Work-Life-Balance
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Weiterbildungsangebote
  • Karrieremöglichkeiten
  • Gutes Arbeitsklima
  • Ansprechende Gehälter
  • Angebot interessanter Tätigkeiten
  • Informeller Wissensaustausch

 

Ganz besonders wichtig: Kultur. Eine Werbeagentur ohne Erfahrung im Employer Branding wird diesen Punkt schwer oder nur stümperhaft berücksichtigen können.

 

Die falsche Kreativagentur gewählt: Risiken und Nebenwirkungen

Werbetreibende sollten das unbedingt beachten. Gehen die Werbebotschaften des Arbeitgebers nicht auf diese Punkte ein oder entspricht die Werbekampagne so gar nicht dem, wofür das Unternehmen eigentlich steht, springen Bewerber ab. Erstens, weil sie nicht erfahren, was sie wirklich interessiert, zweitens weil die Kampagne nicht glaubwürdig herüberkommt. Und wer arbeitet schon gerne bei einem Arbeitgeber, der sich von Anfang nicht offen und ehrlich gibt? Doch wie wählt man den richtigen Dienstleister aus?

 

Auswahl der richtigen Kreativagentur

Insofern ist es wichtig, von Anfang an auf den richtigen Partner zu setzen. Dazu gibt es ein Auswahlverfahren: Den Pitch. Zu diesem lädt ein Unternehmen mehrere infrage kommende Kreativagenturen ein. Alle bekommen ein Briefing. Es beinhaltet:

  • Hintergrund und Ziel einer Kampagne
  • Zeitrahmen
  • Budget (ja, ohne ein definiertes Budget nehmen meist nur schlechte Agenturen teil.)
  • Pitchhonorar, falls Kreationen gepitcht werden sollen.

 

Nun haben die Kreativagenturen ein paar Wochen Zeit, um erste Entwürfe auszuarbeiten und stellen ihr Konzept einzeln bei dem Auftraggeber vor – inklusive Kosten- und Leistungsrahmen. Noch ein paar Worte zum Budget: Viele Kunden fällt es schwer ein passendes Budget zu definieren. Viele Kunden haben gar kein Budget, sondern wollen nach dem Pitch Budgets intern einholen. Seriöse und gute Agenturen werden dieses Spiel nicht mitmachen. Kunden sind verpflichtet vor dem Pitch ein freigegebenes Budget zu definieren. Wer das nicht kann macht seinen Job einfach nicht gut. Wer noch immer denkt „Na dann bietet die Agentur ja genau so teuer an, wie wir vorgeben“ versteht die normale Logik der Wirtschaft nicht. Ein Kunde muss schon ein grundlegendes Verständnis vom Markt haben und sollte sich auch etwas mit üblichen Preisen auskennen. Wer das nicht kann (weil vielleicht wirklich Erfahrung fehlt) soll mich einfach anrufen. Das gilt sicher auch für andere Kollegen der Branche.

 

Welche Kreativagentur ist die richtige? Die Entscheidung.

Das Unternehmen hört sich die Ergebnisse an, prüft die Kostenvoranschläge und fällt die endgültige Entscheidung, welche Agentur das Rennen macht. Hierfür eruiert der Projektleiter mit allen Beteiligten die folgenden Fragen und wertet sie aus:

  • Welchen Eindruck haben die Agenturen hinterlassen?
  • Welches Konzept überzeugte am meisten?
  • Welche Agentur spricht die gleiche Sprache wie das Auftrag gebende Unternehmen?
  • Welche Agentur bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis?

 

Auf Basis dieser Auswertung fällt die Entscheidung, welcher Agenturpartner der letzten Endes den Zuschlag bekommt. Ein Pitch reduziert das Risiko erheblich, dass Auftraggeber und Auftragnehmer von unterschiedlichen Stoßrichtungen ausgehen. Jedoch sollte klar sein: Nur, weil das Design vielleicht gut war, heißt das noch lange nicht, dass die Agentur auch was damit anfangen kann. Gute Designer gibt es wirklich viele – die passende Umsetzung und die Implementierung des Brands intern und extern: das macht eine starke Agentur aus.

 

Auswahl der richtigen Agentur – Garant für den Kampagnenerfolg

Die Chance, dass das Projekt dann zum Erfolg wird, steigert sich auf diese Weise immens. Ideal ist es, wenn der Auftraggeber für den Pitch bereits das reale Projekt skizziert und nicht ein Fake-Projekt. Dann können beide Partner bei der Umsetzung einer Kampagne bereits auf die Ergebnisse, die der Pitch geliefert hat, aufbauen.

Vorher sollte es aber an die Ausgestaltung des Vertrags gehen. Auch hier ist eine gute Vorbereitung wichtig. Manches Mal lässt sich der Preis ein wenig senken, wenn der Auftraggeber in anderen Bereichen mit Zugeständnissen aufwarten kann.

Wenn der Auftrag zum Beispiel mit einem werbenden Effekt für die Agentur verbunden ist, wenn darüber Neukunden akquiriert werden können, oder, wenn es sich um einen dauerhaften Vertrag handelt. Stabile Einnahmen durch langfristig angelegte Projekte geben einer Kreativagentur immerhin Planungssicherheit, die manchmal mit einem Rabatt belohnt wird.  Darüber zu sprechen lohnt sich!