Spotify-im-Personalmarketing

unge Menschen hören gern Muisk. Das ist absolut keine Neuigkeit. Spotify ist wohl aktuell der populärste Anbieter im deutschen Musik-Streaming. Das Ausbildungsmarketing kann davon enorm profitieren. Wir stellen die Werbeformen vor und geben hilfreiche Tipps.

 

Das ist Spotify

CDs oder Schallplatten kaufen? Das passiert heutzutage immer weniger. Musik wird stattdessen von den meisten Internetnutzern vorzugsweise gestreamt. Internetdienste wie Spotify bieten eine nahezu grenzenlose Musikbibliothek an, die der Nutzer per Suchfunktion durchforsten und so die Songs seiner Lieblingskünstler in Sekundenschnelle finden kann. Auch vorgefertigte Playlists oder Songvorschläge sorgen dafür, dass man auf Abruf jederzeit die Musik hören kann, die einem am besten gefällt. Spotifynutzer sind also nicht mehr auf Radioprogramme oder teure Albenkäufe angewiesen. Wer kein Premiumabonnement abschließen will, kann Spotify sogar gratis nutzen und muss dafür lediglich eine Internetverbindung gewährleisten und außerdem verschiedene Arten von Werbung in Kauf nehmen, die ihm beim Musik-Streaming begegnen werden. Somit ist die Musikplattform nicht nur für Hörer interessant, sondern auch für Firmen um ihre Werbung und Marketingkampagnen effektiv an eine große Anzahl von Usern zu vermitteln. Dazu trägt auch die Einbettung des Dienstes in diverse soziale Netzwerke – allen voran Facebook – bei.

 

Das sind die Nutzer von Spotify

Mehr als 75 Millionen registrierte User hat Spotify mittlerweile. Die Mehrheit von ihnen nutzt das Streaming-Portal kostenlos und gestattet dem Dienst damit Werbung zu schalten, während sie auf Spotify aktiv sind. Laut Spotify verbringt der durchschnittliche Nutzer jeden Tag über zwei Stunden auf der Plattform, immer mehr Zugriffe erfolgen über mobile Geräte.

 

Zielgruppe_Spotify

 

Mit seiner On-Demand-Strategie spricht Spotify besonders eine junge und internetaffine Zielgruppe an, aber auch Gruppen fortgeschrittenen Alters wird der Dienst immer beliebter. Das Besondere: Durch die statistische Auswertung der Hörgewohnheiten seiner Nutzer können Spotify Werbekunden helfen, ihre Produkte in den für sie relevanten Zielgruppen zu bewerben.

 

Das sind die Werbeformen und das ist der Mehrwert im Recruiting

Da der Streaming-Dienst von den meisten Usern immer noch in der kostenfreien Version genutzt wird, finanziert sich Spotify zu einem großen Teil über Werbung, diese wird in den verschiedensten Formen geschaltet:

 

Der Audioclip

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In bestimmten Abständen (15 Minuten) unterbricht Spotify die Musikwiedergabe seiner Nutzer für einen kurzen Audioclip (30 Sekunden). Gleichzeitig zeigt das Programm eine Werbeabbildung und einen klickbaren Kampagnennamen der werbenden Firma, der mit einem Link auf die eigene Website hinterlegt werden kann. Hier können sich Unternehmen ganz klar als Ausbildungsbetrieb positionieren. Dank der Selektierbarkeit kann Zielgruppe, Interesse und Alter eingegrenzt werden.

 

Einfache Display-Werbung

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Hierunter versteht Spotify eine kleinere grafische Werbeanzeige, die für 30 Sekunden aktiv ist und in dieser Zeit die einzige geschaltete Werbung ist. Sie kann mit klickbarem Link unterlegt werden und wird nur geschaltet, wenn das Programm erkennt, dass der User seinen Bildschirm eingeschaltet hat. Ist also ein Laptop während der Wiedergabe zugeklappt, wird keine Anzeigenzeit verschwendet. Auch Spotify kämpft mit dieser Werbeform. Denn klassische Display-Werbung ist nicht nur im „normalen Marketing“ ein Auslaufmodell. Selbst im Recruiting verliert diese Werbeform zunehmend an Bedeutung.

 

Overlay

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Hat ein Nutzer Spotify beispielsweise minimiert und ruft es erneut auf, erscheint die Anzeige wenige Sekunden lang zentral beinahe als Vollbild und verkleinert sich anschließend zu einem Werbebanner ähnlich dem bei der Display-Werbung. Auf Smartphones oder anderen mobilen Geräten muss der User die Anzeige selbst minimieren. Dank der „gezwungenen“ Interaktion ist dieser Werbeform im Recruiting durchaus nützlich. Tage der offenen Tür oder Karriere-Events lassen sich so lokal mit wenig Budgeteinsatz erfolgreich bewerben.

 

Die Advertiser Page

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Für diese Werbeoption muss zunächst eine Anzeige geschaltet werden. Durch Klick auf diese gelangt der Nutzer direkt auf die Advertiser Page. Dies ist eine vom werbenden gestaltbare Seite, welche direkt in den Spotify-Player integriert ist. Es muss also nicht extra ein Browserfenster geöffnet werden und die Playlist des Nutzers läuft wie gewohnt weiter. Allerdings schließt das auch andere Werbung via Audioclip ein. Die Advertiser Page ist im Personalmarketing weitestgehend nutzlos . Schließlich ist man kein Lifestyle-Produkt, welches allein durch massenhaftes Branding überzeugen kann. Recruiting  hat auch immer eine zwischenmenschliche Komponente, welche durch die Advertiser Page ausgeschalten wird.

 

Das Video-Takeover

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Hier wird dem Nutzer zwischen den einzelnen Songs nicht nur ein Audioclip präsentiert, es erscheint auch noch ein dazugehöriges Video auf dem Bildschirm. Wie bei der Display-Werbung funktioniert diese Werbeform nur wenn der Bildschirm eingeschaltet ist und sich das Programm im Vordergrund desselbigen befindet. Das Video-Takeover ist eine der kraftvollsten Instrumente im Ausbildungsmarketing. Eine Kurzversion des bereits bestehenden Ausbildungsvideos lässt sich so optimal einbinden. Durch die direkte Ausgabe auf den Endgeräten (meist also Mobile) ist das Unternehmen nicht nur „im Ohr“ des Nutzers sondern auch direkt auf dem Bildschirm.

 

Das Homepage Takeover

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Hierbei handelt es sich um eine umfangreichere und komplexere Werbeform. Für einen ganzen Tag kann der Werbende sowohl Anzeigen in Form von Hintergrundgrafiken schalten, als auch interaktive Werbeformen direkt auf der Spotify-Startseite. Ein gewisses Maß an optisch passendem und einheitlichem Design der Anzeigen ist hier allerdings erforderlich. Mit dem Homepage Takeover sollten sich vor allem große Konzerne beschäftigen. Innerhalb einer übergeordneten Gesamtstrategie macht solch ein Element durchaus Sinn.

 

Die Branded Playlist

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Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine etwas andersartige Werbeform. Der werbende erstellt eine Spotify-Playlist, die mit Namen, Logo und eigenem Text (nach Bedarf inklusive Link) versehen werden kann. Mit den richtigen Songs ist man so direkt dicht an der gewünschten Zielgruppe. Für mutige Recruiter genau das richtige Spielzeug. Denkbar sind „Azubi-Playlists“ oder auch der Einsatz dieser Werbeform für das interne Employer Branding.

 

Sponsored Session

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30 Minuten lang können Unternehmen ausgewählten Nutzern werbefreie Musik schenken. Die Nutzer müssen sich im Vorfeld das Video ansehen und können dann – ohne weitere Unterbrechungen – 30 Minuten lang kostenlos Musik hören. Ein absolut tolles Angebot, wenn man das notwendige Kleingeld mitbringt. Im Personalmarketing lassen sich damit tolle Sachen anstellen und somit gezielt junge Leute begeistern. Aber Achtung: Gerade bei „gezwungenen“ Werbeeinblendungen ist der Nerv-Faktor der User schnell erreicht. Sinnvoll ist ein Mix aus verschiedenen Clips.

 

Fazit

Spotify ist und bleibt ein unglaublich tolles Werbeinstrument. Durch die extrem hohe Beliebtheit und eine fast schon unerreichte Nutzungsdauer der jungen Zielgruppe gehört es unserer Meinung in jede Ausbildungsmarketing-Strategie. Spotify ist dazu aber noch enorm flexibel. Nicht nur „Big Player“ können mit Schaltungen Erfolg haben – auch kleine und mittlere Unternehmen sollten sich Spotify genauer ansehen