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In Zeiten des Generationenwechsels wird Mobile Recruiting und damit der Personalwerbung per eine immer größere Bedeutung beigemessen. Ob Generation Y oder Z, die Digital Natives nutzen immer häufiger das Smartphone, um sich über den Stellenmarkt zu informieren. Arbeitgeber, die sich rechtzeitig mit dem Thema auseinandersetzen, können langfristig davon profitieren. Sie zeigen sich so nicht nur innovativ und modern, sie können auch weitreichende Selektionskriterien bei der allgemeinen Akquise von Bewerbern zugrunde legen. Eine besondere Form der Personalwerbung per App ist dabei die InApp-Werbung.

 

Personalwerbung per App: Was ist InApp-Werbung?

Bei der Personalwerbung per App lassen sich viele verschiedene Formen unterscheiden. Ob Mobile-Tagging-Kampagnen, Bannerschaltung oder die Entwicklung eigener Apps, Unternehmen stehen weitreichende Möglichkeiten zur Verfügung. Eine besondere Form ist InApp-Werbung. Dabei bezeichnet der Begriff im Allgemeinen die Werbeschaltung innerhalb von Apps für Smartphones, Tablets & Co. Häufig wird die Werbung dabei in kostenlosen Apps eingespielt, um die Entwicklungskosten anteilig zu refinanzieren. Die Schaltung selbst verläuft dabei im Regelfall über entsprechende Vermarkter bzw. Netzwerke. Dazu gehört zum Beispiel AdMob von Google.

Entscheiden sich Unternehmen für diese Art der Personalwerbung per App, beauftragen sie eine entsprechende Agentur mit der Werbeschaltung. Die Kosten können sich dabei nach verschiedenen Kriterien richten. Ein sehr häufig anzutreffendes Vergütungsmodell ist beispielsweise die Bezahlung per Klick oder per Einblendung. Ein Teil dieser Entgelte fließt wiederum von der Agentur zu den App-Entwicklern für die Bereitstellung der Werbeflächen.

Aber auch bei der InApp-Werbung lassen sich verschiedene Formen unterscheiden. Dazu gehören die klassische Bannerwerbung und Rich-Media-Ads. Letztere bezeichnen interaktive Animationen, die nicht nur die Werbebotschaft transportieren, sondern auch den jeweiligen User unterhalten sollen. Auch wenn diese Form der InApp-Werbung mit höheren Kosten verbunden ist, eignet sie sich vor allem für die Personalwerbung per App. Zum einen wird die jeweilige Anwendung oder das Spiel während der Einblendung nur unterbrochen, nicht aber verlassen. Zum anderen belastet sie weniger die Geduld des Anwenders und bietet daher höhere Erfolgschancen.

Die Bannerwerbung ist hingegen nahezu jedem hinlänglich bekannt. Im Vergleich zu Rich-Media-Ads hat sie vor allem zwei Nachteile: Sie stört häufig im Blickfeld des Anwenders und sie führt im Regelfall zu einer Internetseite. D.h. dass die jeweilige Anwendung unterbrochen wird und ein automatischer Wechsel zum jeweiligen Browser erfolgt. Das dürften die wenigsten Nutzer gut finden.

 

Was macht die Personalwerbung per App so interessant?

Wer zukünftig Fachpersonal sucht, wird vor allem auf Mitglieder der Generationen Y und Z, also der Digital Natives, treffen. Auch wenn diese Bewerber immer wieder in Verruf geraten, sind sie die Zukunft. Arbeitgeber sollten sich also frühzeitig mit ihren Bedürfnissen und Ansprüchen auseinandersetzen. Das gilt auch hinsichtlich der Personalwerbung per App. Denn bereits 80 % dieser potenziellen Arbeitnehmer setzen zum Beispiele mobil verfügbare Stellenanzeigen bei einem Arbeitgeber voraus. Gut 60 % von ihnen bewerten einen möglichen Arbeitgeber sogar negativ, wenn Unternehmensinformationen und Angebote nicht in mobil optimierter Form abgerufen werden. Um an diese Bewerber heranzukommen, wird das Smartphone mit seinen Apps also immer wichtiger. Vor allem wirkt sich die Personalwerbung per App im besten Fall positiv auf das Image aus.

 

Matching ab Beispiel von TalentHero

Matching ab Beispiel von TalentHero

 

So gelten Arbeitgeber, die auch der mobilen Internetpräsenz Bedeutung beimessen, allgemein als modern, zukunftsfähig und zeitgemäß. Andererseits aber auch als dynamisch und erreichbar. Damit sind also durchweg positive Assoziationen verknüpft. Mobile Recruiting ist damit längst nicht mehr nur ein Hype, sondern ein wichtiger Baustein im Rahmen des Personalmarketings.

 

Vorteile der Personalwerbung per App!

Außerdem bieten sich noch weitere Vorteile: Mit gut platzierter Personalwerbung in Apps lässt sich die Zielgruppe jeweils direkter ansprechen. Das liegt vor allem an den verschiedenen Selektionsmöglichkeiten. Zumindest lokal lassen sich die Werbeeinblendung ohnehin einschränken. Dem nicht genug können aber, je nach Datenlage, auch Filter hinsichtlich des Alters oder zum Beispiel aufgrund der Interesse gesetzt werden. Allerdings muss sich die Selektion nicht direkt nach den Nutzern richtigen, auch nach der Kategorie der App kann sie erfolgen. Sucht ein Unternehmen zum Beispiel Fachkräfte für den Buchhaltungs- oder Finanzbereich, könnten entsprechende Werbeeinblendungen nur für Apps der Kategorie Finanzen erfolgen. Die Möglichkeiten sind bei der Personalwerbung per App eben äußerst vielseitig. Außerdem wird so der Streuverlust deutlich reduziert.

Dem nicht genug sind die Möglichkeiten bislang noch nicht ausgeschöpft. Da sich die Personalwerbung per App zunehmend etabliert, werden sicherlich noch weitere Anwendungsmöglichkeiten zukünftig verfügbar werden. Dazu können nicht nur Apps, sondern auch Mobile Games gehören. Letztere ließen sich zum Beispiel auch zu verdeckten Auswahltests umfunktionieren.

 

Auf was man bei der Personalwerbung per App in jedem Fall achten sollte!

So viel Potenzial die Personalwerbung per App auch hat, gewisse Fallstricke bietet sie ebenfalls. Und dessen sollte man sich unbedingt bewusst sein. Einerseits darf auch diese Form des Mobile Recruiting nicht überbewertet werden. Die Ausschließlich Akquise von Fachpersonal über InApp-Werbung wäre wenig effizient. Auf klassische Verfahren, wie Zeitungsanzeigen, kann weiterhin nicht verzichtet werden. Andernfalls ist mit langen Einstellungsphasen zu rechnen.

Daneben muss die Personalwerbung per App nicht zwangsläufig positiv auf das Unternehmensimage wirken. Auch das genaue Gegenteil kann der Fall sein. Das gilt insbesondere dann, wenn die Werbeeinblendungen besonders aufdringlich sind und bei der eigentlichen App-Nutzung stören. Im schlimmsten Fall wird die App-Nutzung sogar unmöglich gemacht, was negative Assoziationen mit dem jeweiligen Unternehmen verbinden würde. Aber auch die Art der App kann durchaus zu Rückschlüssen auf das Unternehmen führen. Ist die App unnütz, fehlerhaft programmiert oder veraltet, könnten diese Attribute auf den jeweiligen Werbenden übertragen werden.

Es empfiehlt sich daher unbedingt, eine regelmäßige Qualitätskontrolle der Personalwerbung per App vorzunehmen. Aber auch die genaue Lektüre der Vertragsvereinbarungen mit den Werbenetzen ist oftmals nicht verkehrt. Gute Anbieter für InApp-Werbung werden schließlich auch selbst solche Kontrollen durchführen.

 

Personalwerbung per App – Ein wichtiger Baustein des Personalmarketings

Zusammengefasst lässt sich jedenfalls feststellen, dass Mobile Recruiting, hier aber vor allem die Personalwerbung per App heutzutage besonders wichtig ist. Sie kann zwar nicht sämtliche klassische Akquise-Methoden ersetzen, aber dafür positiv auf das Unternehmensimage wirken. Anhand der vielen möglichen Selektionskriterien lässt sich auch ein Mindestmaß an Qualität für die Bewerberstruktur festlegen. So oder so ist außerdem davon auszugehen, dass die Bedeutung der Personalwerbung per App weiter steigt. Zwangsläufig wird also auch dabei wohl irgendwann eine Konkurrenzsituation eintreten. Bevor das passiert, können aber jetzt schon erste Kompetenzen in diesem Bereich aufgebaut werden. Die potenziellen Mitarbeiter erwarten es ohnehin, wie Studien zu den Generationen Y und Z zeigen.