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Personalmarketing für ITler und IT-Absolventen wird immer mehr zum Problem. Die guten Fachkräfte sind meist in gut bezahlten Positionen und scheuen den Wechsel. Wie kann es dennoch gelingen? Wir zeigen ein paar Beispiele.

 

Die Ausgangslage – Kurz und Knapp

Eine der größten Herausforderungen eines Unternehmens besteht in der Personalbeschaffung. Hier stehen vor allem aufstrebende Softwareunternehmen unter großem Druck, da talentierte IT-Absolventen den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg auf dem Markt ausmachen können. Gelingt es einem Unternehmen nicht, die besten Talente anzuwerben, so beschäftigt ein Konkurrent diese eventuell und sichert sich damit einen entscheidenden Vorteil. In diesem Artikel erfahren Sie, wie die aktuelle Arbeitsmarksituation im IT-Sektor aussieht, welche Möglichkeiten Sie haben, um talentierte ITler anzusprechen, wie Sie diese erreichen und welche kreativen Beispiele es schon gegeben hat, die erfolgreich gewesen sind.

 

Wie ist die aktuelle Arbeitsmarktsituation im IT-Sektor?

Aktuell ist die Arbeitsmarktsituation für ITler äußerst attraktiv. Durchschnittlich acht von zehn Studenten werden noch während ihres Studiums von einem Unternehmen unter Vertrag gesetzt. In diesem Sektor möchte jeder der Erste sein, der sich ein Nachwuchstalent sichert. Diese Herangehensweise ist leider auch notwendig, da nicht nur die Wirtschaft um ITler ringt. Selbst die Beschäftigungsquote von Universitäten blieb in den letzten Jahren konstant hoch. Möchte ein leistungsstarker ITler einer Promotionsstelle an einer Universität nachgehen, so findet er in der Regel gleich mehrere Angebote vor. Aber auch in der Verwaltung liegen gute Beschäftigungschancen. Sowohl Staat, Bundeswehr als auch statistische Ämter haben ständig Probleme, ihre offenen Stellen zu besetzen.

Auf der anderen Seite besteht eine sehr hohe Wechselbereitschaft bei IT-Absolventen. Durch die große Bandbreite des Arbeitsfeldes findet sich immer eine neue Spezialisierung, in die sich ein talentierter ITler einarbeiten und vertiefen kann. Sowohl deshalb als auch aufgrund der stetig steigenden Verdienstmöglichkeiten bei Konkurrenzunternehmen wechseln ITler sehr bereitwillig ihren Arbeitgeber.

 

Welche Möglichkeiten gibt es, um ITler anzusprechen?

Aus diesen Gründen ist es wichtig, ITler frühzeitig anzusprechen und sich deren Unterstützung zu sichern. Hierfür stehen einem Unternehmer zahlreiche attraktive Möglichkeiten zur Verfügung. Natürlich sehen sich auch ITler nach offenen Stellen und möglichen Beschäftigungen um, aber da die Konkurrenz aktiv auf diese zugeht, ist es nicht ratsam, lediglich eine offene Stelle auf der eigenen Website zu veröffentlichen.

Viel effektiver ist es, so früh wie möglich auf talentierte Nachwuchskräfte zuzugehen. Der erste Anlaufpunkt stellt hierbei immer die Universität dar. Nahezu jeder Informatikstudent wird im Rahmen seines Studiums dazu verpflichtet, ein Betriebspraktikum zu absolvieren. Dies ist eine ausgezeichnete Chance, um mit einem ITler in Kontakt zu kommen. Aber auch Firmenkontaktmessen direkt in den Universitäten bieten sich an. Alternativ können Sie einen Gastvortrag in einer Vorlesung für Informatiker halten und über Ihr Unternehmen informieren. Insbesondere ist hierbei wichtig, dass Sie sich aktiv der Kanäle bedienen, die angehende Informatiker häufig benutzen.

 

Welche Kanäle benutzen IT-Absolventen vor allem in der Freizeit?

Nicht nur während des Studiums sind talentierte Absolventen ansprechbar. Meist gehen ITler ähnlichen Hobbys und Interessen in ihrer Freizeit nach. Dadurch erhalten Unternehmen die Möglichkeit für ein gezieltes Personalmarketing. So können noch immer viele qualifizierte Absolventen in kleinen Spezialforen vorgefunden werden. Diese haben den Vorteil, dass die Zielgruppe bereits stark eingegrenzt wurde.

Darüber hinaus schließen sich die meisten engagierten Informatiker einer Community im Internet an, die sich mit einer bestimmten Programmiersprache beschäftigt. Hier können Unternehmen kreativ vorgehen und eine Plattform finden, die Fachkräfte mit den gewünschten Qualifikationen anlockt.

Weiterhin sind vor allem ITler sehr technikaffin und beschäftigen sich oft mit technischen Hobbys. So können Sie ebenfalls in Foren über Spieleprogrammierung oder Drohnen auf Informatiker stoßen. Selbst in nahezu jedem Fanforum über ein Computerspiel befinden sich talentierte ITler.

 

Welche kreativen Beispiele gibt es?

Da die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt sehr groß ist, müssen Unternehmen kreativ vorgehen, um qualifizierte Fachkräfte zu finden. Hierbei gilt in der Regel, dass eine Methode zur Mitarbeitergewinnung deutlich erfolgreicher ist, wenn sie besonders kreativer ist. Gute Beispiele sind hierbei Google und Adobe.

Von Zeit zu Zeit rekrutiert Google neue Fachkräfte bereits direkt am Ursprung. Erkennt der Konzern mit seiner Suchmaschine ein gezieltes Suchverhalten, so wird der Nutzer auf sein Interesse getestet. So könnte sich unter Umständen eine Nutzerschnittstelle öffnen, wenn Sie nach technisch tiefgründigen Informationen im Netz suchen. Wird ein kleiner kreativer Test bestanden, der gleichermaßen das Interesse des ITlers weckt als auch seine Fähigkeiten abfragt, so erfolgt sofort die Einladung zum Vorstellungsgespräch.

 

Google Personalmarketing direkt in der Suche

Google Personalmarketing direkt in der Suche

 

Auch Adobe hatte eine ausgezeichnete Idee, um neue Fachkräfte zu rekrutieren. Hierbei stellte der Konzern vor einigen Monaten selbst illegale Raubkopien ihrer unter ITlern beliebten Produkte zum kostenlosen Download auf die üblichen Downloadplattformen. Obwohl die Datengröße immer exakt auf das Originalprodukt angeglichen war, befand sich im heruntergeladenen Datenpaket lediglich eine gesicherte und verschlüsselte Stellenausschreibung.