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Keine Frage, dass Motivation in der Ausbildung wichtig ist haben mittlerweile alle erkannt. Aber wie schafft man es Azubis nachhaltig zu motivieren? Eine Zauberformel hierfür haben wir nicht für Sie – aber viele Tipps die Ihnen helfen werden alle Weichen passend zu stellen. Ein Gastbeitrag von den Ausbildungsexperten von AzubiScout

Ihre neuen Auszubildenden sind nun schon einige Wochen bei Ihnen in der Firma. Sind alle noch bis in die Haarspitzen motiviert so wie am ersten Tag? Oder schleichen sich vielleicht hier und da schon einige Seufzer über das frühe Aufstehen oder den langen Arbeitsalltag ein? Falls ja, soll dieser Blogbeitrag eine kleine Stütze sein: mit kleinen Tipps, wie Sie die Motivation bei Ihren Azubis dauerhaft am Leben erhalten. Falls ihre Azubis noch immer freudig strahlend voller Stolz durch die Gänge spazieren, möchte ich Sie zum einen beglückwünschen, denn Sie haben definitiv etwas richtiggemacht und zum anderen anregen sich den Artikel dennoch für die Zukunft durchzulesen – lediglich für den Fall der Fälle.

 

Motivation: Am besten nicht aus der Gießkanne, sondern individuell

Es ist ein heikles Thema: Azubis motivieren. Für die einen scheint es endlos und unmöglich und für die anderen ein Kinderspiel. Wo liegt das Geheimnis? Gibt es einen bestimmten Code oder Schlüssel, der zur ewigen Motivation führt? Ich muss Ihnen diese Illusion schon jetzt rauben: den gibt es leider nicht. Es gibt allerdings einen erfolgsversprechenden Weg, den Sie gemeinsam mit Ihren Azubis einschlagen können. Und hier lautet das Zauberwort: GEMEINSAM. Denn jede Aktivität oder Maßnahme muss zum Unternehmen UND zum individuellen Azubi passen.

 

Finden Sie also anfangs heraus, wie ihr Azubi tickt: Was ist ihm wichtig? Was sind seine Werte? Braucht er besonders oft Lob und Anerkennung oder ist ihm diese Art von Wertschätzung eher unangenehm? Entfaltet er sich besonders gut, wenn er für bestimmte Zeit eigenständig Lösungen suchen kann oder wächst er im Team an Herausforderungen? Blüht er durch eine große Portion Eigenverantwortung erst so richtig auf oder empfindet er es als Last? Sie merken sicherlich worauf ich hinaus möchte. Jeder Auszubildende ist anders und legt unterschiedlichen Wert auf verschiedene Motivationsfaktoren. Wenn Sie dies herausgefunden haben, dann können Sie Ihre Maßnahmen individuell bzw. Azubi-gerecht gestalten.

 

Am Anfang war… die Motivation!

Darüber hinaus wissen wir alle: ein positiver erster Eindruck ist das A und O. Geben Sie sich also Mühe, wenn Ihr Azubi für den ersten Arbeitstag seines Lebens Ihre heiligen Hallen betritt. Er wird sich (egal ob gut oder schlecht) an diesen Tag erinnern. Sie möchten natürlich, dass Sie und das Unternehmen besonders positiv im Gedächtnis bleiben. Dieser Tag wird nicht nur die Erinnerungen maßgeblich beeinflussen, sondern auch die langfristige Motivation Ihres Azubis und dessen Einstellung über die Firma. Bereiten Sie also den Arbeitsplatz vor, informieren Sie die Kollegen vorab über die neue Verstärkung, organisieren Sie eine Betriebsführung, stellen Sie alle „wichtigen“ Personen vor und planen Sie vielleicht sogar einen kompletten Einführungstag mit Trainingsinhalten wie Azubi Knigge, Sozialkompetenzen im Job oder der Übergang vom Schüler zum Azubi. Als i-Tüpfelchen schlage ich Ihnen vor, dass Sie Ihren Azubi etwas selbst herstellen lassen – als Erinnerungsstück sozusagen. Etwas, was zu Ihrer Firma passt, wie ein selbstgefertigtes Werkstück, Produkt, ein gerahmtes Bild oder einen selbstgeschriebenen Brief an das zukünftige Ich.

 

Worauf Sie im Laufe der Ausbildung nicht verzichten sollten, sind regelmäßige Gespräche mit Ihrem Azubi. Es gibt nichts Schöneres als das Gefühl, dass sich der Ausbilder wirklich und ganz ehrlich für einen interessiert und das Gespräch nicht nur als Häkchen in einer Liste sieht. Bleiben Sie nah am Auszubildenden dran. Bei regelmäßigen Gesprächen kann Feedback ausgesprochen (ACHTUNG: Feedback kann auch positiv sein!), Verbesserungspotenzial genannt, Kleinigkeiten erzählt oder einfach mal Lob und Anerkennung geäußert werden. Der Austausch kommt meist viel zu kurz. Nehmen Sie sich die Zeit! Ihr Azubi wird es Ihnen danken – Sie werden es an der Motivation merken.

 

Und Ihre Rolle als Ausbilder?

Doch das beste Wundermittel für eine hervorragende Motivation sind immer noch… SIE – der Ausbilder! Ein Vorbild zu dem man aufschauen kann, ist enorm einprägsam und färbt, wenn auch unbewusst, auf das Verhalten Ihrer Schützlinge ab. Achten Sie auf Ihr eigenes Verhalten, Ihre Einstellung zu bestimmten Themen und Ihre Ausdrucksweisen – die Azubis beobachten Sie.

 

Wenn Sie diese kleinen Ratschläge ein wenig befolgen, dann sind Sie auf einem sehr guten Weg. Wir vom AzubiScout-Team wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg mit Ihren Azubis!