employer-branding-studie-2017-2018

Noch eine Studie zum Thema Employer Branding? Natürlich nicht. Wer mich und die Agentur Junges Herz kennt, weiß, dass wir solche Themen immer etwas anders angehen. So auch diesmal: Wir haben ein Stimmungsbild unter 250 Absolventen aus Business, IT, BWL und Ingenieurwesen zu den 25 wichtigsten Fragen ermittelt. Nicht ganz wissenschaftlich – dafür brutal ehrlich.

 

Seit über 10 Jahren bewege ich mich nun im Feld Employer Branding. Dabei hat sich viel geändert. Das ist (meist) gut so. Dennoch bleiben einige Fragen unbeantwortet. So weit, so normal. Wir haben – gemeinsam mit einigen Kunden aus verschiedenen Branchen – die 25 drängendsten Fragen zusammengetragen. Um möglichst unabhängig zu agieren haben wir keine Kooperation mit einer großen Jobbörse oder anderen Portalen gesucht. Unser Ziel war es, dass wir ehrlich und unverblümt Ergebnisse vorstellen können. Aufgeteilt haben wir die Studie in folgende vier Teilbereiche:

 

  • Arbeitgeberwerte
  • Karriere Website
  • Fotos & Videos
  • Social Media Recruiting

 

Befragt wurden 250 Absolventen aus Business, IT, BWL und Ingenieurwesen aus ganz Deutschland. Dabei war es uns wichtig, dass wir besonders High-Potentials ansprechen. Unsere kleine „Studie“ sollte ein Stimmungsbild eben jeder Kandidaten einfangen, die es sich qausi aussuchen können, wo und bei wem sie arbeiten.

 

Arbeitgeberversprechen sind wenig wert

Eine bohrende Kernaussage direkt zum Anfang: 70% der Befragten sagen, dass Arbeitgeberversprechen aus Stellenanzeigen in der Realität nicht umgesetzt werden. Eine Aussage, die ich so nur unterschreiben kann. Die meisten Stellenanzeigen sind vollgepackt mit teilweise absurden Versprechungen, die in der Realität keine Anwendung finden können.

 

arbeitgeberversprechen

 

Im weiteren Verlauf wurden die Absolventen zu Arbeitgeberbewertungsportalen, Arbeitgeberwerten und das Thema Gehaltsangaben befragt. Ganz spannend finde ich noch, dass ein Großteil der Absolventen mit „Sie“ in Stellenanzeigen angesprochen werden möchten. Was mir seit Jahren absolut einleuchtet (ein Arbeitgeberwechsel ist eben eine lebensverändernde Entscheidung) bestätigt sich durch unsere Studie.

Erstaunlich war aber auch die Einschätzung zu Portalen wir Kununu und Glassdoor. 60% der Befragten vertrauen diesen Portalen nicht. Aus meiner persönlichen Sicht (wie stellt sich ein Unternehmen dar, wie wird es bewertet, wie ist es dann wirklich) sehe ich das etwas anders. Gerade bei einer größeren Anzahl von Kununu-Bewertungen ist eine Überschneidung durchaus vorhanden.

 

Eine eigene Karriere Website muss sein

Ein immer wieder heiß diskutiertes Thema ist: Erwarten Absolventen, dass Arbeitgeber eine eigene – also vom Corporate Auftritt losgelöste – Karriere Website betreiben. Was bereits aus vielen technischen und inhaltlichen Aspekten Sinn macht, wird hier noch einmal bestätigt. 70% der Absolventen sagen dazu ganz klar ja.

 

karriere-website

 

Für mich sehr überraschend ist der deutliche Wunsch nach direkten und modernen Kontaktmöglichkeiten zum Personal-Team. Klar war mir auch, dass Kontakt bestehen muss. Das aber 90% so deutlich sagen, dass sie sich einen digitalen Kontakt (z.B. über Chats) wünschen wird auch unsere Arbeit positiv beeinflussen.

 

Studie herunterladen

Die vollständige Studie kann man sich kostenlos herunterladen. Es ist keine Anmledung oder sonstiger Unsinn notwendig. Wenn Sie – liebe Leser – diese Studie gut fanden, dann nutzen Sie die Ergebnisse für Ihre Arbeit. Egal ob alleine, mit uns oder mit einer anderen Agentur. Sehen Sie diese Ergebnisse aber bitte nur als Hilfestellung. Echtes Employer Branding erreichen Sie dadurch, dass Sie ein guter und fairer Arbeitgeber sind.

 

Die vollständige Studie gibt es hier kostenlos zum herunterladen (PDF-Datei).

 

Pressevertreter und Blogger sind ausdrücklich angehalten aus der Studie zu zitieren. Screenshots dürfen frei verwendet werden – sofern wir als Quelle angegeben werden. Ich freue mich auch auf Kommentare in den Socials (besonders Twitter) oder auf zahlreiche E-Mails, welche ich wieder versuche Stück für Stück zu beantworten.