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Hochschulmarketing ist vielen Recruitern bekannt. Klar, es bietet eine einfache und schnelle Möglichkeit, um Hochschulabsolventen direkt in der Uni zu erreichen. Meist jedoch mit Plakaten, Flyern oder anderen analogen Medien. Was ermöglicht das digitale Hochschulmarketing?

 

Erfolgsfaktor Hochschulmarketing

Personalmarketing kann und darf sich heutzutage nicht nur an erfahrene Fachkräfte richten, sondern muss auch den akademischen Nachwuchs ansprechen. Studenten gerade in begehrten Studienrichtungen wie Ingenieurs- oder Wirtschaftswissenschaften werden heute immer selbstbewusster und stellen große Anforderungen an den (ersten) Job. Gut bezahlt soll er sein, noch wichtiger sind Faktoren wie aufgeschlossene und zeitgemäße Unternehmenskultur, Weiterentwicklungsmöglichkeiten, Work-Life-Balance und Identifikation mit der Marke und dem Unternehmen. Monodirektionale Marketingbotschaften haben also ausgedient, der Nachwuchs möchte kreativ und sympathisch angesprochen werden.

 

Was ist Hochschulmarketing überhaupt?

Hier kommt Hochschulmarketing ins Spiel: Es adressiert gezielt Studenten und frischgebackene Absolventen in den Fachgebieten, die für die jeweiligen Unternehmen interessant sind. Die Unternehmen sollen dadurch zum einen Bekanntheit an den Universitäten und Hochschulen erlangen, zum anderen spielen konkrete Recruiting Aktivitäten eine Rolle. Aber auch Employer Branding gehört zu den Aufgaben.

 

Klassisches Hochschulmarketing

Werbung an Universitäten mit Drucksachen wie Flyer, Plakaten oder auch Direktmarketing-Aktionen bei Veranstaltungen gehören zu den „klassischen“ Mitteln. Die Präsenz auf sogenannten „Hochschulmessen“ (Berufs-Kontakt-Veranstaltungen, die direkt von den Hochschulen bzw. den Studenten auf dem Campus organisiert werden) gehört für engagierte Unternehmen im mittelbaren Umfeld des Firmensitzes zum Programm. Dort werden Kontakte mit interessanten Anwärtern geknüpft und die Studenten werden ermutigt, sich zu bewerben.

 

Welche Chancen bieten die digitalen Medien?

Was dagegen erst langsam in den Fokus der Unternehmen und Spezialisten im Personalmarketing zu gelangen scheint, sind die Möglichkeiten der digitalen Medien. Dabei gibt es keine Umgebung, in der sich diese Zielgruppe der Mittzwanziger selbstverständlicher und versierter bewegt, als das Web. Eine kurze Information auf der Firmenwebsite über die Möglichkeiten für Studenten und Absolventen ist oft schon alles, was hier von den Firmen angeboten wird. Oft beschränkt es sich sogar auf die Auflistung der aktuellen Stellenangebote. Hier eröffnen sich jedoch derart viele Möglichkeiten, dass der Kreativität eigentlich keine Grenzen gesetzt sind.

Zunächst sollte stärker im Bereich des Online-Angebotes der Unternehmen investiert werden. Hierzu gehört Videomarketing ebenso wie ansprechend gestaltete Landingpages, die mit kreativen Angeboten Engagement unter den Studenten schaffen. (Quiz, interaktiver Content etc.). Darüber hinaus sind digitale Medien aber auch wie geschaffen dafür, Werbung an Universitäten zu platzieren. Ein Technologieunternehmen kann beispielsweise mit der Fakultät Informatik oder Maschinenbau eine Kooperation eingehen. Das Unternehmen kann etwa exklusive Webinare an den Fakultäten anbieten, um den Studenten einen fachbezogenen Mehrwert zu bieten und sich selbst als Kompetenzträger zu etablieren. Solche Ansätze können gemeinsam mit den Studenten zu interaktiven Events ausgebaut werden. Digitale Infoterminals bieten weiterführende Informationen und die Studenten haben dort die Möglichkeit, eigenen Input zu adressieren. Eine wunderbare Gelegenheit, um zudem die sozialen Medien einzubinden.

 

Für wen ist digitales Hochschulmarketing überhaupt geeignet?

Digitales Hochschulmarketing ist ein mächtiges Instrument für viele Disziplinen im Personalmarketing . Recruiting über Online-Tools oder Social Media sind ebenso vielversprechend wie die Möglichkeiten für das Employer Branding. Was kann schließlich besser dazu beitragen, sich als zukunftsorientiertes und innovatives Unternehmen zu positionieren als der gekonnte Umgang mit dem Top-Medium einer jungen und anspruchsvollen Zielgruppe wie Studenten und Absolventen?

 

Wichtige Spielregeln

Studenten haben feste Semester- und Ferienzeiten. Es macht Sinn, sich gleich zu Beginn des Semesters der Werbung an Universitäten zu widmen, denn gegen Ende sind die Studenten gestresst von den Prüfungsvorbereitungen, dem intensiven Lernen und der Abgabe von Studienarbeiten. Digitale und analoge Marketingmaßnahmen können hervorragend kombiniert werden. Give-aways wie Blöcke, USB-Sticks oder PC Mäuse werden, so banal sie auch scheinen, bei einer Zielgruppe mit begrenzten finanziellen Mitteln weiterhin gut ankommen. Präsenzen an den schwarzen Brettern auf dem Campus, etwa mit hilfreichen Stellenangeboten für Praktika oder Abschlussarbeiten, können zusätzlich helfen, das Unternehmen in den Blickpunkt der Studenten zu rücken.

 

Wichtiges Tool für zukunftsorientierte Unternehmen

Kreatives, digitales Marketing, das sich an Studenten richtet, sollte heute in keinem Personalmarketing-Mix mehr fehlen. Egal ob Mobile Marketing, interaktive Events am Campus oder Social Recruiting: Wichtig ist, dass die eingesetzten Mittel zum Unternehmen und zur Zielgruppe passen. Eine Kommunikation auf Augenhöhe ist ebenso wichtig wie das Eingehen auf die Bedürfnisse der Studenten. Wer es richtig macht, kann allerdings nicht nur zielgenau passende Fachkräfte von morgen rekrutieren, sondern auch ein positives Image bei den Akademikern aufbauen. Das ist zukunftsorientiertes Employer Branding und Personalmarketing.